2009: Die Zukunft heißt NUCLEUS

UDUMA e.V., Köln, leistet seit 2000 im Nord-Kivu Hilfe zur Selbsthilfe. Das medizinische Labor BWAKO in Butembo konnte sich mit unserer Unterstützung zum besten Diagnose-Labor in der gesamten Nord-Kivu-Region entwickeln. Um dem wachsenden Bedarf an professionell getesteten und konstant gekühlten Blutkonserven in der 600.000 Einwohner zählenden Stadt zu entsprechen, eröffnete BWAKO 2004, mit Hilfe von UDUMA, die erste Blutbank im Umkreis von 1000 km. 2007 konnte UDUMA schliesslich durch die Bereitstellung einer Solarstrom-Anlage dazu beitragen, die Kühlung der Blutbeutel vom labilen öffentlichen Stromnetz abzukoppeln. Seither bietet die Blutbank einen 24-Stunden-Service an.

NUCLEUS building site

Die Zukunft heisst NUCLEUS, Polyklinik mit Blutbank

BWAKO ist integiert in das « Programme National de la Transfusion Sanguine » (PNTS), das unter der Aufsicht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen UNDP, steht.

Bereits Anfang 2009 begann BWAKO mit dem Ausbau der Station zum Diagnostikzentrum. 2010 soll der erste Klinikabschnitt fertig werden. Patienten mit Malaria, Typhus, Cholera, AIDS und Tuberkulose, werden hier in Zukunft professionell untersucht und ärztlich behandelt. Um den Patienten unter einem Dach neben einer fundierten Diagnose, zugleich ärztliche Versorgung und bei Bedarf auch stationäre Aufnahme ermöglichen zu können, startete BWAKO mit der Umwandlung der Station in eine Polyklinik, das Projekt NUCLEUS.

„Die Entwicklungszusammenarbeit hat versagt.“

Die Internationale Gemeinschaft pumpt seit Jahren stoisch Milliarden Euro an Entwicklungshilfe in den Kongo, ohne dass sich dadurch die dramatische Situatuion der Bevölkerung messbar verändert. Sie entsendet tausende von Blauhelmsoldaten, ohne dass sich die Sicherheitslage verbessert. Der internationale Handel mit den kongolesischen Bodenschätzen funktioniert dagegen reibungslos!

Seit über zehn Jahren leidet die Bevölkerung im Ostkongo unter dem Krieg um Gold, Diamanten und Coltan.

Während uns die Medien ein Bild vermitteln möchten, wonach vor allem ethnische Konflikte für den „Bürger“-Krieg im Kongo verantwortlich sind, liegt der eigentliche Grund im Rohstoffhunger der Industrienationen. Diese unterstützen ganz bewusst die Destabilisierungspolitik einiger Nachbarländer des Kongo. In ihrem Auftrag überziehen diese die rohstoffreiche Region mit Krieg, um nebenbei die Minen auszuplündern. Auch der Exportweltmeister Deutschland macht da keine Ausnahme! Während sich die Industriestaaten bereichern, leidet die Bevölkerung der Kivu-Region unvorstellbare Not. U.a. ist die medizinische Versorgung völlig unzureichend.

Butembo Kids

Die Kindersterblichkeit bis zum 5. Lebensjahr liegt bei unfassbaren 20%!

Die sehr häufig anzutreffende Blutarmut (Anämie) bei Kindern könnte behandelt werden. Leider fehlt es an den geeigneten medizinischen Versorgungseinrichtungen einschließlich der nötigen medizinischen Laboratorien.

Unterstützen Sie NUCLEUS! Wählen Sie zwischen: - Einzelspende - Förderbeitrag ...und/oder einer UDUMA-Mitgliedschaft

nach oben