Die Kindersterblichkeit liegt in der Demokratischen Republik Kongo bei nahezu 10%. Als Todesursache stehen an erster Stelle Malaria, Masern, Tuberkolose, Durchfallerkrankungen, und AIDS.
Durch die Vermittlung von UDUMA und der Unterstützung der Organisation Burundikids e.V., kam eine Medikamenten-Spende der Kölner Apotheke zum Goldenen Horn im Dezember 2008 bei der HIV-Ambulanz ANSS in Bujumbura, Burundi an. Mehr Infos zu den NGO’s: www.burundikids.org und www.anss.bi
Der Kongo ist ein Vielvölkerstaat mit über vierhundet Ethnien und ebenso vielen Sprachen. Von 60 Mio. Menschen leben 70% auf dem Land. Die Zentralregierung in Kinshasa hat nach den Wahlen von 2006 Strukturverbesserungen versprochen. Doch die medizinische Versorgung ist nach wie vor katastrophal.
UDUMA zu Besuch in der Rurkreisschule in Düren. Auf ihrem Weihnachtsbazar hatten die Schülerinnen und Schüler eigene Handarbeiten verkauft und den Erlös für den Ausbau der Station BWAKO gespendet. (v.l.n.r.) Georg Roloff, Hedy Michels und Lisa Tepass bedankten sich mit einem Videovortrag und beantworteten Fragen.

UDUMA Brief 2008

Liebe Freunde, sehr geehrte Spender

seit mehr als 20 Jahren leistet UDUMA medizinisch-technische Aufbauhilfe in der Demokratischen Republik Kongo. Das Laboratoire Médical BWAKO in Butembo hat sich mit unserer Unterstützung zum wichtigsten medizinischen Labor in der gesamten Nord-Kivu-Region entwickelt. 2008 reihte sich Dr. Joy Bwako, Tochter des Laborleiters ins Team ein und begann mit dem Ausbau der Station zur Klinik.

2004 konnte mit Hilfe von UDUMA in Butembo die erste Blutbank im Umkreis von 1000 km eröffnet werden. 2007 sicherten wir mit Ihrer Unterstützung die Stromversorgung der Blutbank durch Bereitstellung einer Solarstrom-Anlage, sodass die Kühlung der Blutbeutel seitdem unabhängig vom labilen öffentlichen Stromnetz ist.

Vor allem das Engagement der Zahnärzte des Berufsverbands Siegen, Olpe und Wittgenstein machten diese erste Stufe des neuen Projekts möglich.

Das Wiederaufflammen des brutalen Krieges um die Bodenschätze in der Kivuregion hat die Hoffnungen nach den Wahlen von 2006 auf eine Lebensverbesserung in der Region wieder zunichte gemacht. Die Bevölkerung ist notleidender denn je. Südlich von Butembo, in der Region Goma, sind hunderttausende Menschen auf der Flucht.

Während uns die Medien seit Jahren ein Bild vermitteln, wonach ethnische Auseinandersetzungen für den Krieg im Kongo verantwortlich sind, liegt der eigentliche Grund im Rohstoffhunger der Industrienationen. Auch Deutschland unterstützt so indirekt die Destabilisierungspolitik einiger Nachbarländer des Kongo, um günstger illegal gewonnene Mineralien wie Gold oder Coltan zu kaufen.

Im Laufe des Jahres 2008 hat BWAKO, unterstützt von UDUMA, mit dem Ausbau des Labors und der Blutbank zur Klinik begonnen. 2009 soll der erste Bauabschnitt fertig werden. Hierfür möchten wir Sie um Ihre Spende bitten.

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